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Stevns Klint

Im äußersten Osten fällt die sonst eher flache Landschaft der Insel Seeland auf dramatische Weise ins Meer ab: Auf 15 Kilometern Länge erstreckt sich mit bis zu 41 Metern Höhe die Steilküste von Stevns Klint.


Auf der Halbinsel Stevns, im südlichen Winkel Seelands, bietet Ostdänemark besonders unverfälschte urlaubserlebnisse. Die Steilküste Stevns klint verleiht der sonst eher lieblichen Landschaft der Region hier eine dramatische Note. Auf Stevns begegnet man lebendliger Geschichte und Geschichten von der Vorzeit bis zur Gegenwart.

Stevns Klint besteht aus Kalkstein und Kreide. Ein Blick auf die Gesteinsschichten enthüllt Spannendes über die Entstehung und die früheste Geschichte der dänischen Landschaft: Die etwa zehn Zentimeter breite Fischlehm-Schicht – wie der Name schon sagt, ist sie durchsetzt von zahlreichen fossilen Fischskeletten und Panzern von Schalentieren – ist geologisch besonders interessant. Sie enthält größere Mengen des Elements Iridium, das von einer weltweiten Klimakatastrophe vor 65 Millionen Jahren zeugt. Bei Højerup ist die Schicht etwa auf halber Höhe der Steilküste zu sehen.

Die Kreideschichten haben ihren Ursprung vor 70 Millionen Jahren und sind damit das älteste Gestein der Küste. In ihnen wurden die Überreste urzeitlicher Haie und Krokodile gefunden, die das Meer um Stevns Klint einst bewohnten. Falls Sie nicht das Glück haben, selbst eine Versteinerung zu finden, lohnt ein Abstecher ins Stevns Museum mit seiner interessanten Fossilienausstellung.

Højerup gl. KirkeDirekt an der Steilküste liegt spektakulär die alte Kirche von Højerup, die im dem 12. Jahrhundert erbaut wurde. Ursprünglich lag das Gotteshaus etwa 50 Meter von der Abbruchkante der Küste entfernt. Der Sage nach bewegt sie sich an jedem Weihnachtsfest einen Hahnenschritt weiter ins Landesinnere. Doch das scheint nicht genug: Wind und Wetter nagten unaufhaltsam an der weichen Kreide – und so kam es, dass der Chorraum der Kirche im Jahr 1928 abbrach und ins Meer stürzte.
Auch heute noch frisst das Meer pro Jahr durchschnittlich zehn Zentimeter der Steilküste. Um einen völligen Absturz der Kirche und ein weiteres Abrutschen der Küste zu verhindern, wurden im Meer unterhalb der Kirche ein Wellenbrecher und oben auf den Kreidefelsen eine Stützmauer errichtet. Der Zugang zur Kirche ist kostenlos. Auch einen Besuch des Balkons sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen: Von hier oben hat man einen großartigen Blick auf Küste und Ostsee. 


Stevns Klint set fra havetNeben Højerup Kirche führt eine Treppe hinunter zum Strand. Der Strand eignet sich zwar nicht sehr gut für einen ausführlichen Spaziergang, da große Kalksteinblöcke den Weg versperren. Aber er bietet eine beeindruckende Perspektive auf die Steilküste. Am schönsten sind die Kreidefelsen am Vormittag, wenn die Sonnenstrahlen sie zum Leuchten bringen. Auch in der Stille der ganz frühen Morgendämmerung ist ein Besuch ein unvergessliches Erlebnis.
Donnerstag, Oktober 16 2008

Entdecken Sie die Geheimnisse von Stevns Fort

Stevns FortEinige Kilometer nördlich von Rødvig liegt das Stevns Fort, das ohne Frage eines der bestgehüteten Geheimnisse des Kalten Krieges war. Die Anlage hätte im Notfall als eines der Hauptquatiere der NATO dienen sollen. Ihre hohen Radio- und Radarmasten sind heute noch zu sehen. Bis vor acht Jahren beobachtete man von hier aus den "Feind" auf der gegenüberliegende Seite der Ostsee.
Bis zu 300 Männer verrichteten bis zum Jahr 2000 in der unterirdischen Anlage ihren Dienst. Nach der Schließung des Forts wurde die Überwachung der Fahrwasser automatisiert - dies machte den Weg frei für das "Museum zum Kalten Krieg".

Mehr Informationen über das Museum Stevnsfort lesen Sie hier

Der Halbinsel Stevns

Fischereihafen von RødvigAm schönsten lässt sich Stevns zu fuß erkunden. ûber das Land von mehr als 50 Grundstückseignern führt der Trampesti (Trampelfad) entlang der Steilküste. Von Rødvig im Süden kann man gut 20 Kilometer Richtung Norden wandern. Die Mühe lohnt sich, denn unterwegs zeigt sich die Halbinsel von ihren schönsten Seiten. Gleich zu Beginn des Weges passiert man den stimmungsvollen Fischereihafen von Rødvig. hier sind die Fischer noch keine Touristenattraktion, sondern gehen wie ehedem ihrem Tagewerk nach. Schlendert man im Schein der Herbstsonne gemütlich am Kai entlang und beobachtet das geschäftige Treiben, entfaltet der Hafen von Rødvig seinen ganzen Reiz.
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