
Vor Millionen von Jahren war ganz Dänemark vom Meer bedeckt. Spuren davon sind an der Kreideküste von Møns Klint bis heute sichtbar: Die Kreide wurde durch die Kalkschalen mikroskopisch kleiner Tiere gebildet, die sich am Meeresgrund ablagerten. Mit etwas Glück finden Sie im Gestein oder am Strand aber auch Versteinerungen größerer Tiere wie Tintenfische, Seeigel oder Muscheln.

Møns Klint ist 7 km lang und bis zu 128 m hoch. Das hügelige Gelände ist sehr abwechslungsreich und trägt zum eindrucksvollen Gesamtbild der Kreideküste bei. Ein Bild, das ständig im Wandel ist: Wind und und Meer nagen an den Klippen, so dass jedes Jahr 20 bis 40 Zentimeter der Küste abgetragen werden. Meist ist es möglich, die Steilküste in ihrer gesamten Länge zu erwandern, auch wenn Erdrutsche hin und wieder den Weg versperren. Also Vorsicht beim Gang am Strand.
Die einzigartige Natur hat eine interessante Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht, darunter etwa 20 verschiedene Arten wilder Orchideen. Übrigens sind alle Pflanzen auf und an den Kreideklippen geschützt und dürfen daher nicht gepflückt werden. Machen Sie als Souvenir darum lieber ein Foto! Eine Wanderung entlang der weißen Steilküste ist in jedem Fall ein spannendes Erlebnis für die ganze Familie.

Für Segler bedeutet die Küste Møns Klint Erlebnis und Herausforderung. Eine Nacht nahe der Steilküste vor Anker liegen und zu sehen, wie die weißen Felsen im Licht der ersten Morgensonne in sanftes Rosa getaucht werden – atemberaubend! Die unberechenbaren Windverhältnisse tragen aber ihren Teil zur Spannung bei: Die Küste bietet Schutz gegen Winde aus West und Südwest. In Landnähe kommt der Wind aber oft aus einer anderen Richtung als auf dem offenen Meer. Daher ist es an der Kreideküste manchmal windstill, während draußen eine steife Brise die Segelboote rasch vorbeiziehen lässt.
Ob zu Wasser oder auf dem Lande: Ein Besuch von Møns Klint ist ein Erlebnis, das man nicht vergisst.